Gratulation nach IRLAND!

Vor einigen Monaten berichteten wir auf www.windwahn.de über irische Mitstreiter, die unter den Auswirkungen von WEA-Schall in Cork leiden und sich gezwungen sahen, ihre Häuser zu verlassen.
Sie konnten diese Woche vor dem obersten Zivil- und Strafgericht Irlands (High Court) ein bahnbrechendes Urteil zu ihren Gunsten erwirken!

Windkraftanlagenbauer Enercon, hat für die Beeinträchtigungen von sieben Familien, die in einer Entfernung von wenigere als 500 m bis 1 km zum Windpark leben, die volle Haftung übernommen.
Der Fall wird im Jahr 2017 zur Diskussion über den Schadensersatz an den High Court zurück überwiesen.

Mit Dank an C. Ch. Riemer und Ruhrkultour:

"Versprechungen der Regierung, Planungsvorschriften in Bezug auf Windenergieanlagen vorzulegen, seien in den letzten Jahren nicht realisiert worden. Nach veralteten Richtlinien können Windkraftanlagen in einer Entfernung von 500 m zu den Häusern gebaut werden. In vielen Fällen, auch in diesem, wurden Windkraftanlagen näher als 500 m zur Windkraftanlage gebaut.

Ein Sprecher von Wind Aware Ireland, sagte: “Es gibt jetzt die Möglichkeit, zahlreiche rechtliche Schritte gegen Windparks im ganzen Land einzuleiten. Die rechtlichen Auswirkungen für die Windindustrie seien erheblich. Der Einsatz von unzureichenden und veralteten Planungsrichtlinien könnte jetzt dazu führen, dass die Industrie, Planungsbehörden und das Ministerium für Kommunikation, Klimapolitik und Umwelt (DCCAE) belangt würden.
Minister Naughten versprach, innerhalb von 3 bis 6 Monaten nach der Bildung der neuen Regierung neue Planungsrichtlinien zu erlassen."

Alles lesen:
http://ruhrkultour.de/irland-ein-praezedenz-urteil-zur-abstandsregelung-bei-windkraftanlagen/

Und im Irish Examiner:
http://www.irishexaminer.com/breakingnews/ireland/families-forced-from-homes-due-to-wind-farm-noise-win-court-case-768141.html

Man stelle sich vor, es würde Licht und die dunklen Zeiten der Dikatur von Lobbies und Ideologen würden weichen.
Aus der Gier nach Geld ohne Arbeit und nach Flächen und Subventionen für eine Industriebranche, die Anwohner, ihre Tiere und die Natur mit ihren Arten krank macht, würde wieder ein Staat mit sozialer Marktwirtschaft und mit vielen echten Umweltschutzverbänden.
Menschen auf dem Land könnten wieder mitbestimmen, wie und wo sie leben wollen und wie weit Industrieanlagen von ihren Häusern entfernt sein müssen....
Keine 250m oder 400m, mit denen uns die SPD-GRÜN geführte Landesregierung in SH seit Jahren beglückt, auch keine 500m, die von der CDU in SH im Wahlkampf propagiert werden, nein, in Irland muss es nun nach den Urteil des Obersten Gerichtshofs neue Regelungen und Planungsvorschriften geben, um die sich die Regierung kümmern muss.

In Finnland bahnt sich übrigens z.Zt. Ähnliches an wie in Irland.

In Deutschland bestimmt seit 1998 das veraltete Regelwerk "TA Lärm" die Abstände zugunsten der Windkraftlobby. Die jahrelangen Bestrebungen der DIN-Kommission, die Regelungen an die tatsächlichen Begebenheiten zugunsten des Schutzgutes Mensch anzupassen, drohen zur Zeit, wieder einmal in einer Sackgasse zu verenden. Die Lobbies der Emittenten von Schall, von Hör- über Infra- bis zum Körperschall durch technische Anlagen von Pumpen über Heizkraftwerke bis zu WEA verhindern die Anpassung seit Jahren, dank der Unterstützung in Politik und Behörden.

Auch auf den Vorschlag der Länder-Arbeitsgruppe-Infraschall (LAI) hin, einer Interimslösung zum Einsatz zu verhelfen, zeigt das mensch- und naturfeindliche Trio aus Lobbyisten, Politikern und Genehmigungsbehörden den üblichen Schulterschluss.
Man werde sich bzgl. Schall und Abstände weiterhin an den alten Richtlinien der TA Lärm orientieren, solange keine neuen Gesetz geworden sind...

Da dieses Konstrukt aus kommerziellen und ideologischen Interessen auch hier nicht mehr ewig halten wird ist jedem klar. Die Windkraftbranche kämpft daher um jede WEA, die sie, mit Hilfe der Genehmigungsbehörden oder der Politik über Zielabweichungsverfahren z.B. für sog. Test- oder Forschungsanlagen so rasch wie möglich noch aufstellen kann, bevor es weniger EEG-Geldgeschenke fürs Nichtstun und auch fürs Nichtsproduzieren gibt. Vor allem aber dafür, dass sie durch sog. Ausnahmegenehmigungen noch den Bestandschutz für Abstände erlangen - alles in der Zeit eines seinerzeit großspurig angekündigten Moratoriums...

Dass die Schallemissionen für Mensch und Tier gesundheitsgefährdend sind und dass die Verursacher bereits seit der AUSWEA-Konferenz von 2004 sehr genau wissen, was sie den Anwohnern antun, zeigt uns nun ganz frisch der Fall der sieben Familien in Cork, Irland.
Wie will Enercon wohl in ihrem Herkunftsland künftig darauf bestehen, dass die Anwohner ihrer Gesundheitsschädlinge in wenigen hundert Metern von den ihren WEA zu leben und zu erkranken haben, während sie in Irland für die Schäden der Anwohner haften?

Wie wollen Planer, Betreiber, Genehmiger und die Windkraftindustrie in der BRD künftig ihre Begünstigungen einer Branche dank Lobbypolitik rechtfertigen?
Es dürfte eng werden, trotz Bestandschutz und Ministerpräsidenten, die "für ihre Windmüller kämpfen".

Die technische Entwicklung ist dank fachkundiger, kreativer und gut vernetzter Akustiker und Ingenieure heute längst fit genug, mittels innovativer Leih-Geräte und mit einfacher Handhabung Anwohnern zu ermöglichen festzustellen, ob es in ihren Häusern Infraschall gibt.

Gerade erst konnten wir selber den Test machen - wie erwartet mit einem üblen Ergebnis für unsere Gesundheit, trotz wenig Wind aus schallfreundlicher Richtung. Wir werden berichten.

Auch in Deutschland wird allerorten geklagt und besonders hier werden Urteile kaum noch von neutralen Gerichten gefällt, sondern nach politischer Weisung.
Aber auch hier werden z.Zt. Angebote für erkrankte Kläger gemacht...
JR

See News - Renewables Now aus Irland beschreibt diese Nachricht so:

Irish families win court victory over noise from wind turbines

December 12 (SeeNews) - Families in Ireland's County Cork last week won a High Court case against German wind turbine maker Enercon, Irish Examiner reported.
The families have been forced out of their homes by noise from a wind farm that started operations in 2011, according to the report.

Alles lesen:

https://renewables.seenews.com/news/irish-families-win-court-victory-over-noise-from-wind-turbines-report-550303#
Danke Gretel für die Info!

Deutsche Übersetzung JR:

Familien im irischen County Cork haben letzte Woche ein High Court-Verfahren gegen den deutschen Windradhersteller Enercon gewonnen, berichtete der Irish Examiner.

Die Familien wurden durch den Lärm von einem Windpark, der im Jahr 2011 seinen Betrieb aufgenommen hat gezwungen, ihre Häuser zu verlassen.

Enercon hat die volle Haftung für die Verursachung von Beeinträchtigungen für sieben Familien akzeptiert, die innerhalb eines Radius von 1 km um den Windpark leben, schreibt der Irish Examiner. Der Fall wird zum Thema Strafschadenersatz im nächsten Jahr erneut im High Court behandelt werden.

Der Artikel weist darauf hin, dass dies die erste einer solchen Maßnahme in Irland sei, die zu ähnlichen Herausforderungen für Windkraftentwickler führen könnte.

Nach aktuellen Richtlinien sollten Windkraftanlagen im Mindestabstand von 500 Metern von Wohngebäuden errichtet werden. Im o.g. Fall ist der Abstand teilweise, wie in vielen anderen Fällen auch, geringer als 500 m laut Irish Examiner.